Ein Tag für mein Museum (für alle, die „The Big Five For Life“ gelesen haben)

Ich glaube fest daran, dass wir uns kurz vor unserem Ende noch mal an die besonderen Momente unseres Lebens erinnern und daran erfreuen werden. Je mehr besondere Momente, desto größer die Freude.
Ferner habe ich in der Ausbildung zum Mentaltrainer lernen dürfen, die Welt mit allen Sinnen, quasi „mit offenen Augen“ und „offenem Herzen“ wahrzunehmen und auf die sogenannten Kleinigkeiten zu achten.
Nun, beide Vorstellungen lassen mich glauben, dass ich heute einen solchen besonderen Moment erleben durfte. Ich war im Zion National Park und habe den Trail zum Aussichtspunkt Angel Landing gemacht. Kurz vor dem Ziel habe ich jedoch die „falsche“ Abzweigung genommen und bin quasi „zufällig“ auf einen anderen Gipfel gekraxelt. Dort war ich jedoch ganz allein mit mir und der Natur und hatte diesen perfekten Moment: Phänomenale Aussicht, die Sonne über mir, ich im Schatten eines Baumes bei der Rast, als Geräuschkulisse nur der Wind in den Bäumen. Und als ich dort auf diesem Baumstamm gesessen habe, konnte ich die Kraft des Ortes spüren. Ich konnte quasi das Gefühl von absoluter Freiheit in mir wahrnehmen, völlig unerwartet und schön, aber da. Und während ich dort sitze, höre ich tatsächlich noch einen Kondor über mir durch die Luft rauschen. Ja, korrekt, einen Kondor. Und wenn der dicht genug über einem segelt, hört man es rauschen, echt Wahnsinn…

Ich glaube tatsächlich, dass derartige Momente ein Leben lebenswert machen und ich bin unglaublich dankbar, dies erleben zu dürfen!