Passt ein ganzes Leben in die Dropbox?

Ich habe den Gedanken gefasst, dass ich, um frei für „Neues“ zu sein, erstmal das „Alte“ los werden muss. Und das ganz konsequent. Also reicht es mir nicht, Auto und Whg los zu werden, sondern ich möchte es noch eine Stufe extremer betreiben: Ich möchte schauen, ob ich mein „ganzes Leben“ mit Ausnahme von Kleidung, Rucksack und Fahrrad auf ein digitales Niveau reduzieren kann. Aus diesem Grund verkaufe ich gerade alle Möbel, also Bett, Kühlschrank, Waschmaschine & Co. Lediglich von meinen Büchern kann ich mich (noch) nicht trennen. Die wandern zu den Eltern in den Keller 🙂
Und es ist schon erstaunlich, was passiert, wenn man anfängt, ein digitales Büro einzurichten. Eine online Bank ist schnell gefunden, kein Problem. Bei den Versicherungen ist es schon schwieriger, von „Post“ auf „Mail“ umzustellen. Und ganz schwierig wird es, wenn man keinen festen Wohnsitz mehr angeben kann. Das passt offensichtlich nicht in das Standard-Denk-Schema.
Nun, mir gefällt der Gedanke. Zu Beginn war er (für mich) unvorstellbar; jetzt, nachdem ich ihn realisiere bzw. schon realisiert habe, breitet sich in mir ein unglaubliches Gefühl von Freiheit aus. Das ist wirklich cool und besser, als ich es mir vorstellen konnte. Das kann man nicht beschreiben, dass muss man erleben. Wenn man erstmal anfängt, die Mauern in seinem Kopf einzureissen, bröckeln sehr schnell alle Mauern…